Samstag, 27. Oktober 2007

Tick Tack - Zeitumstellung

Die nächste Zeitumstellung ist

heute Nacht um 3:00 Uhr.

Die Uhr wird dann um 1 Stunde zurückgestellt, "die Nacht ist also 1 Stunde länger". Dabei findet der Wechsel von der Sommerzeit in die Winterzeit (Normalzeit) statt.

Danke an Oleksii für den Hinweis!

Bis morgen, Henryk.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Das Budo der Liebe


Als mit dem Ende der Meiji-Periode (jap. 明治時代 meiji jidai, 1868-1912) der pragmatische Zweck der Samurai zusehends obsolet wurde, und ihr Niedergang mit dem Verbot des Tragens der Schwerter immer deutlicher zu Tage trat, begannen viele am Sinn des Fortbestehens einer dominierenden, kriegerischen Kaste zu zweifeln.

Der Bauer sät und erntet, der Händler handelt mit dem Getreide,... was aber macht der Samurai, wenn er nicht gerade Krieg führt?

Da Japan seit dem Ende des letzten Tokugawa-Shogunats (auch Edo-Periode, jap. 江戸時代 edo jidai, 1603–1867) weitestgehend befriedet war, erschien die Existenz einer besonderen Bevölkerungsschicht, die sich Tag ein und Tag aus mit der Kunst des Schwertes befasste nicht mehr zeitgemäß.

In diese Zeit fällt die außergewöhnliche Wandlung, die das Verständnis des Budo grundlegend verändern sollte.

Meister Ueshiba lehrt uns, dass das Schwert nicht nur dem Zweck dient Wunden zuzufügen und Menschenleben zu fordern. Denn wenn Schwert auf Schwert trifft, dann trifft Leben auf Leben und Tod auf Tod, in einem tobenden Konflikt, welcher den einzig aufrichtigen Dialog gebiert. Er ist des Samurai größtes Glück und auch sein schwärzestes Elend, aber nichts desto trotz ist es der einzige Weg des Samurai, ... der Weg des Schwertes.

In Zeiten des Friedens gebietet das Zeichen "bu" nicht den Kampf, sondern das Zerschneiden des Konflikts mit dem Schwert der Liebe und Gerechtigkeit. Es steht für Verständnis und Anteilnahme, sowie für selbstlose Hilfe und Barmherzigkeit.

Zen ist ZaZen, die erhabene Haltung des Buddhawesens. ZaZen ist die Grundhaltung des Aikido, es ist das Strukturelement des Aiki und findet seinen Ausdruck im Wege des Schwertes, der allen Formen des "Do" zugrunde liegt. Mit ihm, dem Schwert des Aiki, zerschneidet man die Widrigkeit des Konflikts und findet zurück zur Harmonie der Dinge.

Dieses Motiv findet sich in allem wieder, so auch in dieser Passage eines Buches von Taylor Caldwell:
"Er setzte Mr. Saunders seine Meinung auseinander, wonach Sicherheit und Frieden in der Welt nur durch mit Nachdruck geltend gemachte und mit aller Härte zur Anwendung gebrachte internationale Gesetze gewährleistet werden könnten.(...) Mr. Saunders begann Spengler zu zitieren: "Aber ein Gesetz aus Worten, auf glattes Papier geschrieben, kann in diesem Rohzustand nicht einmal als intellektuelle Übung seinen Zweck erfüllen. Vor dem Gesetz muss der Wunsch da sein, vor dem Wunsch die verständnisvolle Einsicht der Menschen; vor der Einsicht aber Gerechtigkeitsliebe und Güte."

Auf seinen Partner einzugehen bedeutet im Aikido ihm aufrichtig gegenüber zu treten und bereit zu sein ihn zu verstehen, sensibel den Knoten des Konflikts in ihm zu erfühlen und mit dem Schwert des (auf)richtigen Handlens zu zerschneiden, um gemeinsam in Harmonie den Weg des liebevollen Miteinanders zu finden.

Das, ist das Budo der Liebe.

9:00 ZaZen

9:45 Tatami

10:00 Aikido

Gassho,

Henryk

Sonntag, 14. Oktober 2007

Was ist Ukemi?

Wenn euch jemand fragt: “Was ist Ukemi?“, was antwortet ihr dann? Na,...???

Ich wage mal vorsichtig eine Definition ohne universellen Wahrheitsanspruch:
"Ukemi ist die Fähigkeit Ukes von Tori eine Technik zu empfangen ohne dabei Schaden zu nehmen."

Beinhaltet Ukemi also nicht mehr als nur Fallschule?

Die Wiki-Enzyklopädie sagt dazu folgendes: http://de.wikipedia.org/wiki/Ukemi


Das ist technisch alles schön und gut, aber erklärt nicht das unsichtbare energetische Band, welches zwischen Uke und Tori während der gesamten Bewegung besteht.
Nicht umsonst heißt es bei uns "Ukemi geben" und meint damit den gesamten Vorgang vom Moment des sich Vergegenwärtigens, dass man im nächsten Augenblick vorbehaltlos und zielstrebig angreifen wird, bis zu dem Moment, wo man sich durch einen Hebel an den Boden gebunden sieht, und körperlich einfach nicht mehr in der Lage ist die Bewegung fortzusetzen oder den Kontakt weiterhin aufrecht zu erhalten.
In den Vereinigten Staaten sprechen sie von "to take or to receive ukemi", was dem Konzept des reinen Angreifers diametral entgegenstehen würde.

Leider widmen wir einen großen Teil der Zeit während des Trainings - so etwa 70% - ausschließlich dem Erlernen der Form, der Perfektionierung der Technik, und neigen dazu unser Verhalten als Uke zu vernachlässigen. Manch einer glaubt allen Ernstes, dass die Zeit als Uke eine Art Denkpause ist, in der man nach Belieben abschalten oder sich geistig mit anderen Dingen beschäftigen kann. Andere tragen ihre Langeweile und ihr ungutes Gefühl direkt im Gesicht, und vermitteln ihrem Partner nicht selten den Eindruck von Abwesenheit.

Dabei gibt es zwischen beiden Handlungen (Technik & Ukemi) eigentlich nicht wirklich einen Unterschied: Ukemi zu geben ist die Gegenform zur Ausführung der eigentlichen Technik, und bedarf einer ebensolchen Aufmerksamkeit und eines ernsthaften sich Einlassens, um sinnvoll und harmonisch zu sein, so dass die Vernachlässigung des eigenen Ukemi sich auch unweigerlich auf die Praxis der eigenen Techniken auswirken muss.

Als Schlagworte für dieses Wintersemester 2007/08 habe ich mir also bewusst die Begriffe FLEXIBILITÄT und EINFÜHLUNGSVERMÖGEN ausgesucht.
Sie stehen stellvertretend für die verborgenen oder nicht augenscheinlichen Elemente des Aikido-Ukemi, die in diesem Halbjahr in unserem Fokus stehen sollen.

Ihr könnt euch ja schon mal überlegen was sich hinter diesen Begriffen alles verbirgt; morgen machen wir dann ein kleines "Brainstorming" dazu.

9:00 ZaZen

9:45 Mattenaufbau

10:00 Aikido

ab 12:00 marschieren wir - bei diesem Kaiserwetter - dann gemeinsam in den Japanischen Garten, wie bereits vorher besprochen.

Werden wir euch morgen auf der Matte sehen?

Liebe Grüße,

Henryk

Freitag, 5. Oktober 2007

O Sensei Morihei Ueshiba in jungen Jahren

Beim Vervollständigen meiner Videosammlung sind mir diese faszinierenden 12 MB Material in die Hände gefallen. Ab dem zweiten Drittel kann man Meister Ueshiba in seinen Mittfünfzigern in voller Aktion und in bester Qualität erleben.



Dabei fallen besonders das unglaubliche Gefühl für das richtige Timing und die Präzision seiner Positionierung zum Partner auf. Ein weiteres interessantes Element stellen wohl die permanent ausgestreckten Arme dar, die in unserer heutigen Form eher ungebräuchlich sind. Da liegt der Vergleich mit seinem direkten Schüler Morihiro Saito nahe, der auch in den Jahren nach dem Ableben des Begründers diesen Stil nicht nur fortführte, sondern an vielen Stellen sogar perfektionierte, und als Iwama Stil des Aikido überlieferte. Hier befinden sich ausführliche Informationen zu M. Saito sensei. (Kleine Anmerkung am Rande: Unser lieber Freund und Aikidokollege Ulrich Keßler erlernt diesen Aikido-Stil nun an seinem neuen Wohnsitz in Melbourne, Australien. Liebe Grüße an dich Großer! Und, üb' fleißig!)
Beachtenswert ist auch eine wirkliche Rarität: ab Minute 5:38 zeigt Meister Ueshiba einen vollständigen Kote gaeshi inklusive Abschlusshebel, was wohl nich so häufig vorkam, denn in knapp 200 Minuten Material habe ich nur 3-4 vage Andeutungen dieser Technik entdecken können... Also auf jeden Fall einen aufmerksamen Blick wert.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Irimi nage Studie von Christian Tissier

Meister Tissier über die Jahrzehnte hinweg bei seiner Progression zuschauen zu dürfen ist ein wirkliches Privileg! In diesem Videozusammenschnitt ist die Entwicklung der Bewegungsfolge von Irimi nage eindrucksvoll von 1983 bis heute dokumentiert. Wer sich eingehend damit befasst wird feststellen, dass sich Christian Tissiers meisterhafte Form von einer sehr anspruchsvollen Technik zu einem federleichten Zusammenspiel zwischen Uke und Tori gewandelt hat. Was anfangs durch die extreme Dynamik wie eine Unterwerfung Toris anmutet, die nicht selten unsanft auf dem Rücken liegend endet, entwickelt sich mit den Jahrzehnten der Erfahrung zu einer "Zwei-Personen-Kata" im Sinne von "Kihon no kata", der Grundlage der Bewegung.



Der Gleichklang der gemeinsamen Energie der eins gewordenen Körper erweckt den Eindruck einer nachhaltigen Verbindung, eines über das Aikido hinaus bestehenden Verständnisses. Die Prinzipien von Atari (atteru) und Musubi werden eins im Unisono der fließenden Bewegung. Aber auch Meister Tissiers Zanshin nach dem Abschluss der Technik unterstreicht nur einmal mehr seine spirituelle Verbindung zu seinen Schülern, welche sich voll Vertrauen in den Sog seiner Singularität aufnehmen lassen, um letzen Endes wie auf Dauen gebetet ihre Augen wieder zu öffnen und ihrem Meister in die milden, hellen Augen zu sehen, die sie liebevoll auffordern erneut mit ihm zu fliegen.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Fotos vom Teufelsberg

Freitag, 28. September 2007

Herbst im Japaischen Garten Marzahn

Liebe Freunde der japanischen KultUr,

wie an anderer Stelle angekündigt, hier nun die Einladung uns am kommenden Sonntag nach dem gemeinsamen Training auf einem Ausflug in den Japanischen Garten in Marzahn zu begleiten.

Es gibt wohl kaum etwas malerischeres, als diesen Hort der minimalistischen Ruhe im frühen Herbst, wenn die Natur uns eine Lektion in Vergänglichkeit erteilt und uns vor Augen führt, wie schön etwas vor dem Übergang in die Unendlichkeit sein kann.

Seid also herzlich eingeladen euch uns anzuschließen; am Sonntag, dem 30. September 2007, fahren wir vor dem Hauptgebäude der TU um 12:00 Uhr los.
Schreibt einen kurzen Kommentar oder eine Mail damit wir auf euch warten.
Liebe und herbstliche Grüße
Henryk

Donnerstag, 20. September 2007

Fiesta Latina - Lateinamerikanische Party


Am kommenden Samstag, den 22.09., feiert die chilenische Kolonie in Berlin den alljährlichen Nationalfeiertag. Es gibt viele interessante Dinge zu entdecken und zu probieren: neben dem chilenischen Nationalgericht Empanada (Teigtasche sowohl mit Fleisch als auch vegetarisch mit Käse), Curanto (Seemannsgericht aus dem Süden Chiles) und anderen ungewöhnlichen Leckereien, gibt es chilenischen Wein und Pisco, einen 40°igen Weinschnaps, den man mindestens einmal im Leben probiert haben sollte. Untermalt wird das Programm mit Folklore aber auch mit anderen tanzbaren Rhythmen. Alles in allem eine wunderbare Gelegenheit sich einer fremden Kultur zu nähern, ohne gleich in das entsprechende Land reisen zu müssen; "Chile vor der eigenen Haustür" sozusagen.
Als kleines Goodie: es gibt einen Flug nach Chile zu gewinnen!
Ich würde mich freuen, euch auf diesem Fest meiner zweiten Heimat begrüßen zu dürfen.
Wann: Samstag, 22.09.2007, ab 16:00 Uhr
Wo: Statthaus Böcklerpark, im Böcklerpark, Prinzenstr. 1, 10969 Berlin, mit der U1 bis Prinzenstr., dann links südlich am Ufer entlang bis zur blau-, weis-, roten Fahne Chiles oder folgt einfach den Massen Spanisch sprechender Leute auf dem Weg. Das ganze liegt keine 250 Meter von unserem üblichen Grillplatz am Urbanhafen entfernt.

P.S.: Es gibt Kinderbetreuung, eine Kinderspiel- und Malecke, u.U. ein Kindertheater und einen Sportplatz für Fußball und Basketball.

Samstag, 8. September 2007

KI MUSUBI


(Ki no musubi = Wörtlich "das Ki miteinander verknoten".) Dabei handelt es sich um die Handlung des Positionierens oder Ausrichtens an der Bewegung und der Intention des Partners zu Beginn oder noch vor der Einleitung seiner Bewegung. Dies hat zum Ziel einen Kontakt zum Partner durch eine Aikidotechnik hindurch zu halten. Ein gelungenes KI MUSUBI setzt einen klaren, flexiblen und völlig aufmerksamen Geist voraus. (vgl. Dizionario Encicopledico Giapponese in: http://www.aikidoedintorni.com/Spazio_Arca/Dizionario%20Encicopledico.htm, 08.09.2007)

Ki musubi, die Vereinigung des KI /der KIs bedeutet den Versuch vorausschauend in einem Bruchteil einer Sekunde vor dem Beginn des Angriffs durch den Partner zu versuchen, sich harmonisch durch einen Kontakt mit ihm zu verbinden, statt sich ihm entgegenzustellen. Nicht zu kämpfen, nicht zu verharren. Durch die Abwesenheit des widerstreitenden Gedankens kommt es sowohl zu keinem Zusammenstoß als auch zu keinem Schaden; im Gegenteil, durch den hochsensiblen Kontakt zum Partner gleicht man sich einfühlsam an und folgt der gegebenen Energierichtung. Das heißt, in diesem Augenblick löst sich das eigene Ich auf, für den Augenblick stirbt es sprichwörtlich, um im Grunde zeitgleich und augenscheinlich als neues vitales Zentrum des gemeinsamen Ich, aus dieser absolut passiven Grundhaltung zu einem dynamischen Kern einer gemeinsamen Bewegung zu werden. Obwohl auf diese Weise der Eindruck entstehen könnte, der bedrängte Partner könnte sich unterwürfig der steuernden Energie des Angreifers unterordnen, ist doch genau das Gegenteil der Fall, und der sich Verteidigende erreicht durch seine harmonische Einordnung in den Fluss der Dinge eine unwiderstehliche und unabwendbare Dominanz der Situation. Auf diese Weise verwandelt sich das sichtbare Phänomen der Gewalt mit ihrer alles dahinraffenden Energie in eine Sphäre von Energie, die um ein unbeirrbares Zentrum kreist, den Verteidigenden, dessen Natur sich in ein Zentrum von Ruhe und Harmonie gewandelt hat. Es basiert nicht mehr auf einem Strom entfesselter Konfrontation, sondern strömt nun mit absoluter Gelassenheit aus der einen Mitte. Das aufgewühlte Chaos löst sich auf und der Kosmos der Harmonie ist wieder hergestellt. (vgl. Ki Musubi, Principio de Aikido. Yasunari Kitaura, in: http://www.aikicatalunya.org/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=34&Itemid=43 08.09.2007)
Ich freue mich, morgen mit euch Erfahrungen zu diesem Thema auszutauschen:
9:00 ZaZen
9:45 Matten
10:00 Aikido
Bis bald,
Henryk

Freitag, 31. August 2007

Woher die Energie kommt.

Obwohl dieses Video nichts mit Aikido direkt zu tun hat, zeigt es doch sehr gut woher die Energie wirklich kommt. Sie kommt nicht aus den Händen!

Frühstück und Kiten auf dem Teufelsberg

Schon mit 4 Jahren rannte ich auch bei wenig Wind vor selbstgebauten Drachen her. - Die Balsaholzleisten und das Bastelpapier sind moderner Karbon- und Glasfaser gewichen, aber der Spaß am Kiten ist - wie man unschwer sehen kann -seither ungebrochen. ´
Für das kommende WE
sind die ersten stärkeren

Herbstwinde angekündigt. Daher schlage ich vor, wir verlegen unser übliches gemeinsames Frühstück am Sonntag auf den Teufelsberg und lassen nebenbei meine beiden Lenkdrachen steigen.
Es wäre schön, wenn jeder eine Kleinigkeit zum Frühstück mitbringen könnte! Besonders gut machen sich Thermos-Kannen mit heißem Wasser, aber auch Campingbecher und andere nützliche Sachen sind willkommen. Jeder kann ja seinen Beitrag als Kommentar zu diesem Thema eintragen.
Da es auf dem Teufelsberg auch mal sehr herbstlich sein kann, empfehle ich jedem winddichte Kleidung, feste Schuhe, eine warme Decke und ein Regencape. Ein Regenschirm ist wegen der Winde eher nicht so gut.
Ob das ganze letztendlich klappt, hängt natürlich wieder mal an unserem freundlichen Wetterfrosch. Sollte das Wetter aber zu saumäßig sein, können wir ja spontan ins Schweinske ausweichen. - Mir persönlich ist die Witterung eigentlich ziemlich egal, lediglich bei Gewitter sollte man das mit den Drachen dann doch lassen.
Aber wir können ja mal das Feedback abwarten!
Also, ich freu' mich schon auf rosige Wangen, verwuschelte Haare (Glatzen ausgenommen! ;o), mächtige Winde und einen heißen Tee, natürlich in eurer Begleitung.

Bis dann,

Henryk

Dienstag, 28. August 2007

Sonntagstraining im Japanischen Garten - Eintrittskarten gewinnen


In den nächsten Wochen werden die Blätter der Bäume wohl oder übel ihre Farbe wechseln, und wir wollen dieses farbenprächtige Ereignis nutzen, um dem japanischen Garten in Marzahn einen Besuch abzustatten.
Wie der Zufall es so will, gibt es heute, 28.07. eine Möglichkeit, um an Gratiskarten zu gelangen. Dazu müsst ihr nur um genau 14:00 Uhr die folgende Nummer wählen 030-25628610, und vielleicht gehört ihr zu den Gewinnern. Verteilt wird nach dem "first call, first served Prinzip". Die ersten fünf Anrufer bekommen jeweils zwei Freikarten.

Die Details über den Ausflug findet ihr dann in nächster Zeit hier im Blog.

Viel Glück und bis bald,

Henryk

Samstag, 18. August 2007

Wilde Ruhe in Bewegung

Meister Tissier war also auch mal "jung und wild"! Dieses Vid ist von 1983. Da war er gerade mal 32 Jahre alt. Es ist erstaunlich ihm bei der Progression seines Weges - jetzt, zwanzig Jahre später - zusehen zu können. (Siehe auch aktuelle Videos rechts!)

Samstag, 4. August 2007

Zen ist ZaZen

Once upon a time, there was a Zen-student who quoted an old buddhist poem to his teacher...











Well, he is still there, seated in silence, waiting for his master to comment.


Link zu einem geflügelten Text von Alan Watts über Zen.

Freitag, 3. August 2007

SonntagsAIKINO

Mögliches Alternativprogramm für den kommenden Sonntag:


James Clavell's SHOGUN

















Alle paar Monate gibt es bei Phoenix eine Dokumentation zu dem Film:

Spuren der Geschichte: Sphinx - Gefangen im Reich des Shogun.

Montag, 30. Juli 2007

Lange Filmnacht - Lone Wolf and Cub (子連れ狼) am Mittwoch, 1. Aug im EB 104




















Liebe Freunde der leichten Unterhaltung,

wie bei dem letzten Frühstück im erweiterten Organisationszirkel besprochen, wird diesen Mittwoch nach dem Aikido Training der 2. Teil der insgesamt 6-teiligen Saga von Lone Wolf & Cub (Kozure Ookami) geschaut.

Der EB 104 wird dazu umgebaut und ein High-End Heimkino System angemietet.

So steht dem Kinoerlebnis nichts mehr im Wege!

Bringt Sake, Edame (oder Bier mit Erdnussflips ...) etc. mit, evtl. Essenswünsche bitte im Kommentar kommunizieren!

お願い します!

Dienstag, 24. Juli 2007

'Gestohlene Köpfe' und so...

Henryk erwähnte mal, dass es das Prinzip des Gestohlenen Kopfes, das wir so schön im Irimi-Nage finden, auch in anderen 'Kampfkünsten' gibt. Ich könnte jetzt sagen "Gefunden!".

Ich habe heute abend endlich mal wieder meinem ältesten Besten Freund gesehn und mehr als die Hälfte des Quatschens war über Eskrima (den waffenlosen Teil, der sich von den bewaffneten ableitet) und Aikido. Vieles musste dabei natürlich auch dargestellt und probiert werden.
Zwar kam mir sein Stil ziemlich hart vor, aber an sich ist es verhältnismäßig weich und flexibel in den Bewegungen (als ich zB mehrfach meinte, er soll den Arm mal locker machen, kam ein "Ja, dass sagt mir Erik auch immer.."). 'Sticky Hands" hatte er vorher schonmal erwähnt, was dem Erhalten den Kontaktes entspricht, was ja gerade bei Messern sehr wichtig ist.
Es ist sehr viel Trapping dabei, also Schlag- und Bewegungskombinationen, die so eng und verstrickt werden, dass der Gegner gar nix mehr mit seinen Armen anfangen kann, während 'Nage' seine Hände dauernd in 'Ukes' Gesicht hat. Das wird man bei uns bestimmt nicht finden, weil zu sehr auf die Hände fixiert. Das einzige sinnvolle scheint eine beherzte Aufnahme im negativen Prinzip zu sein. Andererseits geht es auch in Richtung Irimi, weil der Gegner ja durch eine Art Atemi seine Stabilität verliert und schließlich zu Boden geührt wird (zB mit Nages Ellenbogen im Gesicht...)
Anfangs hatten wir einen Schlag zum Hals, grob in der Form von Yokomen-Uchi, wo er auch einen inneren und einen äußeren Eingang zur Technik hatte, wobei es dann auch in die Richtung von Irimi-Nage gehen konnte. Allerdings wurde Uke gleich wieder zurückgelenkt, gedreht und durch einen Tritt in die Kniekehle zu Boden gebrachtt.
Der Eingang von Ikkyo hat ihm gefallen, weil es keine so direkten Eingänge zum Arm und auch nicht mit diesem Schnitt vom Ellenbogen zum Kopf gibt.
Einen Handgelenkshebel á la Kotegaeshi kennt er, führt in aber höher und, wie zu erwarten, mehr über den Schmerz aus mit weniger Verbindung zu Ukes Zentrum. Eine andere Version (Richtung kleiner Finger statt Daum) fiel ihm nicht mehr ein und wurde bei mir ein Ikkyo. Der Eingang würde auch mehr oder weniger zu Udekimenage oder Sankyo passen. In letzteren bin ich (als Nage) auch mal reingeraten.
Hebel gibt es diverse, wobei einer mich stark an jujigarami erinnert hat

OK, mehr gibt mein mal wieder viel zu müder Kopf gerade nicht her, aber einen Eindruck von dem, was ich probiere zu sagen gibt es hier:
http://youtube.com/watch?v=q7zlEKKA66Q

Jetzt aber gute Nacht!
Und harmonische Träume ;)

Floh

Mittwoch, 18. Juli 2007

"Sonntagstraining at the movies 3.0"


Ihr Lieben,

der nächste, von euch gewählte Film steht ins Haus! Diesen Freitag, den 20. Juli, läuft "Lone Wolf & Cub" um 21.45 Uhr im Filmkunst 66 in der Bleibtreustraße 16.

Wir treffen uns um 20.30 Uhr zu Minipizza und gemütlichem Plausch schräg gegenüber im Restaurant Alibaba (Bleibtreu 45).

Bis dahin, liebe und sonnige Grüße

Henryk

Freitag, 13. Juli 2007

"Sonntagstraining at the movies 2.0"

Hallo liebe Freunde,

ihr habt es vielleicht schon gehört: mein Rechner ist in das digitale Nirvana eingegangen! - In einer denkwürdigen Rettungsaktion an der Floh, Youssef und Gervin beteiligt waren, wurden Daten gerettet, Systeme neu aufgesetzt und noch so einiges an Zeit und Schweiß investiert (hauptsächlich von Floh, unserem neuen "O Sensei der harmonischen Rechenmaschinen"!), so dass ich ohne diese schnelle und unkomplizierte Hilfe wahrscheinlich immer noch vor einem schwarzen Schrim sitzen würde! Den drei Helfern in der Computernot sein hier noch einmal aus ganzem Herzen mein Dank und meine Anerkennung ausgesprochen!

Nun zum eigentlichen Grund für diese Nachricht:

Am 10. Juli war ja Deadline der Wahl für den gemeinsamen Film im Rahmen des AsiaFestivals im Filmkunst 66.

Heute, 13.07.07 läuft nun der Film:

Zatoichi meets Yojimbo, der, zusammen mit Lone Wolf & Cub, die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte.

Info: http://www.filmkunst66.de/programm.php?details=285

um 21:45 Uhr im filmkunst 66 in der Bleibtreustr. 12, gegenüber vom Restaurant Alibaba. Das ist unweit vom S-Bahn-Hof Savigny Platz und auch von der Kantstraße aus sehr gut zu erreichen.

Ich würde vorschlagen, wir treffen uns zu einer Minipizza (wahrscheinlich eine der besten Minipizzen Berlins und einfach nur Kult!) um 20:30 direkt im Restaurant Alibaba in der Bleibtreustraße 45, um dann gemeinsam zum Kino zu flanieren. Das liegt nämlich genau schräg gegenüber dem Restaurant (kurzes Flanieren!) ;o)

Seid herzlich eingeladen,

Dewa sono toki ni! (Wir sehen uns dort!)

Henryku

Donnerstag, 5. Juli 2007

"Sonntagstraining at the movies"

ASIA FILMFEST IM FILMKUNST 66

Zuerst eine gemeinsame Pizza im Alibaba in der Bleibtreustraße, dann ein Samurai-Film oder umgekehrt; das Kino liegt auf der anderen Straßenseite.
Auswählen könnt ihr mittels Mail an mich oder durch einen Kommentar zu diesem Beitrag. Streng demokratisch, der Film mit den meisten Stimmen wird gesehen! Wahl bis zum 10.07. o.oo Uhr.

Zur Auswahl stehen drei Filme:

Zatoichi meets Yojimbo 1970.
Mit Shintaro Katsu, Toshiro Mifune: R: Kihachi Okamoto. 80 Min.Kihachi Okamoto, dem die Berlinale die diesjährige Retrospektive gewidmet hat, ist einer der großen Unbekannten des japanischen Kinos, der ein beachtliches Gesamtwerk von ausgereifter Meisterschaft und formaler Vielfalt hinterlassen hat. In seiner Hommage auf das Samurai-Kino konfrontiert er zwei legendäre Kinomythen des Genres: der von Takeshi Kitano wiederbelebte blinde Schwertkämpfer Zatoichi trifft auf Kurosawas Yojimbo-Helden Toshiro Mifune.
19.7. 21.45 / 13.7. 21.45



Lone Wolf & Cub 1972.
Mit Tomisaburo Wakayama, Akihiro Tomikawa, R: Kenji Misumi. 83 Min.
Der oberste Schafrichter des Shogun wird Opfer einer Intrige eines feindlichen Clans, der seine ganze Familie ausrotten lässt. Nur Vater und Sohn überleben. Der Auftaktsfilm der legendären sechsteiligen Saga voller Gewalt und Schönheit nach dem Kult-Manga von Kazuo Kioke ist ein Meilenstein des Samuraifilms, der durch seine Bildsprache, die mitreißende Choreographie der Schwertkämpfe und das berührende Verhältnis zwischen Vater und Sohn aus der Vielzahl vergleichbarar Samuraifilme herausragt.
20.7. 21.45 / 28.7. 21.45



Hana yori mo naho 2006.
Mit Okada Junichi, Tadanobu Asano, R: Hirokazu Kore-eda.
Hirukazu Kore-eda der dokumentarisch geschulte Poet des japanischen Kinos ("Maboroshi", "After Life", Nobody Knows") schuf einen Samuraifilm der anderen Art, der in seiner zärtlichen Mischung aus Sozialdrama und Alltagskomödie den Samurai-Mythos dekonstruiert. Ein junger Krieger kommt in ein ärmliches Dorf, um seinen Vater zu rächen. In der freundschaftlichen Dorfwelt erlischt sein Hass und seine Gefühle stehen im krassen Widerspruch zu seinem aufgezwungenen Racheakt.
8.8. 20.30