Samstag, 2. Juni 2007

wieder draußen?


Wie angedroht: wollen wir morgen wieder draußen im Park trainieren? Nachdem ich mich durch mindestens 10 verschiedene Wetterberichte gekämpft hab bin ich nur noch verwirrter was die Regenwahrscheinlichkeit angeht - aber notfalls könnten wir dieses Mal ja ins Haus ausweichen! Ich fände ein Bisschen Frischluft auf jeden Fall sehr schön und der Boden wird inzwischen auch schon etwas trockener sein ;O).... Naja, sagt Bescheid, auf jeden Fall bis morgen!

Dienstag, 29. Mai 2007

A propos Grillen...

UPDATE: rein zufälligerweise habe ich gerade gehört, dass das Grillen nicht genehmigt wurde.
Wat nu gemacht wird? Keine Ahnung.. wir werden sehn.

Am nächsten Sonntag ist nicht nur unser geliebtes Sonntagstraining, nein, auch andere Leute quälen sich zwecks körperlicher Betätigung aus dem Bett:
Die jährliche Fahrrad-Sternfahrt des ADFC steht an.
Was das mit uns zu tun hat?
Vom EB104 (Studi-Ini, hauptsächlich an den Fakultäten 3&5) aus wird danach gegrillt, auf dem Campus direkt hinterm EB. wortwörtlich vor der Tür.
Konditionen sind einfach: Zu Grillendes selber mitbringen, diverses an Getränken, Ketchup und Co gibs auch gegen Spende vom EB. Geschirr gibs da ausreichend, Grillgut zwischenzulagern, Getränke kaltstellen, Kaffee kochen etc. ist alles möglich, ich hab' 'nen Schlüssel.
Da die Sternfahrtorganisierenden für das 'Ziel' 13:50 angeben, denke ich, dass die ersten um 14:30 im EB eintrudeln. Das muss uns aber nicht davon abhalten, zB schonmal ein paar Tische und Bänke rauszustellen und den Grill anzufeuern.
Falls es, wie letztes Wochende so oft, regnen sollte wandert das Ganze samt Grill einfach unter das BH-Gebäude (wo wir in Richtung Hardenberg/Balzak/... drunter durchgehen).
Soviel Text und gar kein Aikido drinne...
Nun ja, eine gute Nacht, bis morgen!
Floh

Bilder vom Samstagsgrillen

Es war so lecker! ;oj

Samstagsgrillen

Montag, 28. Mai 2007

Fotos vom Frühstück nach dem Training im Park

Sonntagstraining im Park - 27.05.2007




Um die Bilder zu vergrößern, klickt einfach auf das jeweilige Bild!



Liebe „Sonntagssonnenkinder“,

wie Anna schon anmerkte, hielt O Sensei während unseres ersten Freilufttrainings seine schützende Hand über uns, so dass es bis zum Schluss trocken blieb! Auf dem Weg ins Café brach es dann los, aber glücklicherweise waren wir da bereits im Trockenen.

Ich möchte der Gruppe ein großes Kompliment aussprechen, denn eure Konzentration und Hingabe ist wirklich beeindruckend!
Bilder vom Training gibt es noch keine, wie auch, wir waren so konzentriert und hatten uns so sehr auf die Bewegungen eingelassen, dass an Aufnahmen nicht zu denken war. Vielleicht können wir uns in Zukunft aufteilen und sogar kleine Videos drehen! Ohne es zu merken haben wir weit über zwei Stunden trainiert! Ich muss in Zukunft unbedingt ab und an auf die Uhr sehen! ;o)

Es waren, wie erwartet, nicht alle beim Training; mit acht Mann/Frau war es recht übersichtlich und die gewohnte persönliche Zuwendung ist langsam auch wieder möglich. Die Kulisse der Parkanlage des TU Campus ist außergewöhnlich und läd förmlich zum Trainieren im Freien ein, da muss ich Anna beipflichten!
Inhaltlich haben wir tatsächlich alle Techniken des 5. Kyu geschafft und konnten die einzelnen Bewegungsabläufe eingehender betrachten. Die jeweiligen Vorübungen waren auf die Techniken abgestimmt und ich konnte sogar die Fortgeschrittenen mit der einen oder anderen neuen Übung überraschen. Der Schwerpunkt lag gestern auf Ma-ai, der harmonischen Distanz, der akkuraten Verwendung der Schwerthand (Tegatana), der Entspannung von Schultern und Armen während der Übungen und einem möglichst harmonischen Ukemi bei Irimi nage.

Hier noch einmal einige Abbildungen, damit ihr euch an die Techniken erinnert:

Um die Bilder zu vergrößern, klickt einfach auf das jeweilige Bild!

IKKYO OMOTE WAZA (Erste Haltetechnik, Technik vor dem Partner)



IKKYO URA WAZA (Erste Haltetechnik, Technik hinter dem Partner)


SHIHO NAGE OMOTE WAZA (Vier Richtungen Wurf, vor dem Partner)



SHIHO NAGE URA WAZA (Vier Richtungen Wurf, hinter dem Partner)

IRIMI NAGE Ukemi (Pendelbewegung des Angreifers)

IRIMI NAGE (Eintritts Wurf, Eintreten und hinter den Partner gelangen)

In der nächsten Woche werden wir genau dort weitermachen, wo wir gestern anhalten mussten. Im Vordergrund wird dann das Ausweichen stehen: wie und wann begebe ich mich bei einem Angriff aus der Linie um vor, neben oder hinter meinen Partner zu gelangen!

Na, mit Aussichten auf ein so leckeres gemeinsames Frühstück weden in der nächsten Woche bestimmt auch unsere Abtrünnigen zu uns stoßen, stimmt's? :oj

Habt eine harmonische Woche,

Henryk

Sonntag, 27. Mai 2007

draußen

So, ihr Lieben: für letzte schnelle Bestellungen von japanischen Anzügen: www.tozandoshop.com , Anzug und Größe aussuchen und eine liebe Wunschmail an Henryk schicken!
An alle, die heute gefehlt haben: wir sind nicht nass geworden, die Zeit ist sowas von im Flug vergangen und mit Vogelgezwitscher und raschelnd-rauschenden Bäumen und Blättern trainiert sichs viel besser und entspannter! Naja, meine rein subjektive Meinung natürlich, aber vielleicht kann das ja bald mal wiederholt werden ;O)... Eine schöne Nacht noch, Anna

Samstag, 26. Mai 2007

Sonntagstraining - 27.05.2007

Training oder nicht Training am Pfingstsonntag, das ist hier NICHT die Frage!

9:30 ZaZen (Sitzmeditation) Bitte eigenes Kissen mitbringen!

9:45 Umkleiden

10:00 Aikido

Denn die TU mag zwar schließen, aber die Prüfungen rücken näher und wir müssen noch viel arbeiten. Gerade an die Prüflinge geht der Appell, möglichst trotzdem zum Training zu kommen. - Wir werden das gute Wetter nutzen und einfach im Innenhof bzw. in der Parkanlage der TU trainieren. Da wir keine Matten zur Verfügung haben werden und uns nicht unbedingt die Anzüge auf dem Rasen grün färben wollen, werden wir die Gelegenheit nutzen, um Bewegungseingänge zu studieren. Das trifft sich übrigens sehr gut, denn einer der Ansprüche einer Kyu-Prüfung ist die Überprüfung der Kenntnis eben dieser Bewegungseingänge.

Im Stehen lassen sich auch besonders gut die Angriffe studieren, so dass wir verstärkt an der inneren Einstellung beim Angriff arbeiten können.
In der vergangenen Woche haben wir ja einen ersten Blick auf die Fußarbeit geworfen. In dieser Woche werden wir - daran anschließend - an der Verwendung der Schrittfolgen im Rahmen einer Technik arbeiten und sehen, wie wichtig eine aufrechte Haltung und ein fester Stand dabei sind.

Kein Grund also, um dem Training fern zu bleiben!

Ich hoffe ihr kommt trotz der anderen Umstände, ich würde mich sehr freuen,


bis morgen


Henryk

Sonntag, 20. Mai 2007

Sonntagstraining - 20.05.2007

Schritt für Schritt,

so lautet unser Motto morgen!

Nun, da wir um den Sicherheitsmechanismus des Rollens und Fallens, und um das Prinzip des "nicht-da-seins" wissen, wir gelernt haben uns möglichst frei und ohne größere Vorgaben vor unserem Partner zu bewegen, ist es an der Zeit zu den deutlichen Handbewegungen auch die entsprechende Haltung und Fußarbeit zu erlernen.

Sich einfach hinzustellen und zu hoffen, dass eine möglichst entspannte und normale Haltung ausreicht, ist natürlich möglich und nicht falsch, aber es trägt dem Geist des Aikido nicht Rechnung.
Innere Haltung und ihre äußere Darstellung sind die fundamentalen Voraussetzungen für einen harmonischen Bewegungsablauf. Dieser Ablauf steht sinnbildlich für den inneren Zustand des Übenden.
Die Situation der disharmonischen Energien stellt eine Störung der natürlichen Zustände dar. Ein Angriff im Aikido stellt eine abstrakte Form einer solchen Störung nach. Um sich ihrer bewusst zu werden, muss der Übende innerlich- wie auch äußerlich auf diese Störung eingestellt sein. Seine äußerste Konzentration - der permanente Fluss seines Ki - spiegelt sich in seiner äußeren Haltung. Seine Intention wird zum Symbol seiner Handlungsbereitschaft. Ist vermittels der Meditation der Zustand der vollkommenen "Ich-losigkeit" erreicht, ist der Fokus also auf die universelle Harmonie und nicht auf die Wahrnehmung des eigenen Seins gerichtet, so erscheint diese innere Haltung auf der Oberfläche und wird für jeden ersichtlich.

Die beschriebene Haltung wird im Äußeren durch bestimmte Positionsrichtlinien für den Körper des Übenden erzielt. Hierbei spielen die Position der Extremitäten in ihrer Relation zum Körperstamm, das Heben und Senken des Zentrums, das Aufrichten und Ausrichten des Körperschwerpunkts eine entscheidende Rolle. Hände und Füße übernehmen richtungsweisende Funktionen und bringen den Körper permanent auf die Zentrierung seiner Achse zurück.
Alle grundsätzlichen Hand- und Fußbewegungen dienen dem Wiederfinden der inneren - und somit auch reziprok der äußeren Ausgeglichenheit.
Ai, also das Harmonisieren beginnt dabei immer beim Übenden selbst, um in einer späteren Phase auf den Partner übertragen zu werden.

Wir wollen also morgen versuchen das innere Gleichgewicht durch eine sensible Wahrnehmung unseres Körpers, die harmonische Positionierung der Gliedmaße und eine rhythmische Übereinstimmung zwischen Position und Bewegung zu finden.

In unserem Fokus werden die folgenden Elemente stehen:

tai sabaki, der Richtungswechsel;

tsugi ashi, der folgende Gleitschritt;

ayumi ashi, der Kreuzschritt;

kamae, die natürliche Haltung;

hanmi (ai und gyaku), Positionierung der Füße durch drehen der Hüfte und die daraus forlgende Ausrichtung des Oberkörpers.

Wir werden die zugrunde liegenden Prinzipien anhand einiger Techniken üben, wie z.B. Ude kime nage, Uchi kaiten nage, sowie Ikkyo, Irimi nage, Shiho nage und Kote gaeshi.

Ich hoffe euch zahlreich zu sehen:


9:15 Za Zen (Sitzmeditation)


9:45 Matten


10:00 Aikido

Wir sehen uns, wie immer mit einem Lächeln,

liebe Grüße

Henryk

Freitag, 18. Mai 2007

TU AIKIDO ::::: Samstagsgrillen am 19.05.07

Friends, romans and countrymen,...(please) lend me your ears!*

Einer unser Dojo-Kollegen vom Ufer Aikido, Martin, hat in diesen Tagen Geburtstag und gedenkt an diesem Samstag die Grillsaison mit dem traditionellen Angrillen zu eröffnen. Es verspricht eine ungezwungene Runde zu werden, deren Teilnehmer wahrscheinlich durch die Bank Aikidoka des Aikido-am-Ufer bzw. des TU Aikido sein werden. In der Vergangenheit waren wir immer eine farbenfrohe Gruppe aller Altersklassen. Wenn ihre Zeit und Lust es erlaubten, dann waren sogar Günter und Horst auch mit von der Partie! Wir quatschen, speisen, machen Quatsch, spielen Boule, machen Akrobatik und vergleichen in späteren Stunden auch Weine aus den südlichen Gefilden.

Jeder der zu kommen gedenkt, sollte einen Beitrag in Naturalien mitbringen. Das kann Grillgut, 'was zu trinken, ein leckerer Salat oder ein noch besserer Nachtisch sein. Auch das Blut der Götter ist ein gern gesehener Obolus sowie auch die von Asterix so geliebte - hoffentlich nicht lauwarme - "Cervisia" http://de.wikipedia.org/wiki/Cervisia aber dann auch nur in rauen Mengen, bitte!

Wann: Samstag, 19. Mai 2007 ab 18:30 Uhr

Wo: Im Böcklerpark,
der Fortsetzung des Fränkelufers am nördlichen - also gegenüber liegenden Ufer des Urban-Krankenhauses. Das ist die gleiche Uferseite des Dojos, nicht die des Krankenhauses!
Der Grillplatz liegt auf einer Rasenfläche genau vis-à-vis mit dem Krankenhaus im Urbanhafen, ist im östlichen Teil des Parks und somit sowohl vom U-Bahnhof Prinzenstraße, als auch vom Kottbusser Tor aus zu erreichen.

Kommt, seht und grillt mit!

Wir sehen uns dort; die dazu gewonnen Pfunde werden wir ja am darauf folgenden Morgen wacker wieder abtrainieren, oder?

Ave et vale,

Henrykus Aikidokus


* William Shakespeare: The Tragedy of Julius Caesar, Einleitung zur Grabrede des Marcus Antonius für Cäsar. Bevor jetzt noch jemand auf die Idee kommt zu sagen, das Zitat sei unpräzise: Das "please" stammt von mir!

Sonntag, 13. Mai 2007

Training am 13.05.07

Hallo alle zusammen!

Ich möchte mich noch mal im Namen von allen, die heute am Training teilgenommen haben, bei Reiner bedanken (falls jemand doch nicht meiner Meinung ist: sorry, dich nehm ich raus ;-) )!
Reiner, Du hast ein entspanntes, ruhiges und lehrreiches Training mit uns durchgeführt. Wir hatten viel Spaß und freuen uns darauf, wieder mit Dir zu trainieren!

An Euch Alle: Habt eine entspannte und schöne Woche :-)

Eure Chris

Sonntagstraining - 13.05.2007

Ihr Lieben,

die Nachricht des Tages: Unser Dojo-Kollege, Seva Gassenko, hat am heutigen Tag seine Prüfung zum 1. Dan abgelegt und mit Bravour bestanden.
Seva, das ganze Team des Sonntagstrainings gratuliert ganz herzlich!

Im Rahmen dieser Dan-Prüfung findet morgen die Mitgliederversammlung der Aikido Föderation Deutschland statt. Leider ist es für mich unausweichlich an dieser Veranstaltung teilzunehmen, da ich ja der Webmaster der Föderation bin, und somit der Föderation für das vergangene Jahr meiner Webverwaltung Rede und Antwort stehen muss. Das bedeutet, dass ihr morgen auf mich werdet verzichten müssen! (Ist doch vielleicht auch mal ganz nett. Ferien vom Schinder! ;o)

Stattdessen wird Reiner Buchholz für mich einspringen. Reiner ist ein alter Weggefährte. Wir haben gemeinsam unsere letzte Graduierung vorbereitet und viel miteinander trainiert. Er kommt eigentlich aus Gerhard Walters Stall, trainiert aber mittlerweile fest bei uns im Dojo am Ufer und immer mal wieder in der TU, wenn es sein voller Terminkalender erlaubt.

Es verspricht also eine äußerst interessante Vertretung zu werden. Ihr könnt es, wenn ihr wollt, als euren ersten kleinen Wochenendlehrgang sehen. – Ich freue mich schon auf euer Feedback über das Training im Blog!

Also, Training morgen:


9:45 Mattenaufbau


10:00 Aikido


11:45 Kaffee?
(Vielleicht schaffe ich es ja zum Kaffee; schickt mit doch bitte eine SMS vom Kaffee-Ort!)


Wer es verschläft ist selber schuld,

Reiner freut sich bestimmt schon auf euch, macht mir keine Schande (ist ein Scherz!)

liebe Grüße

Henryk

Samstag, 12. Mai 2007

Dojo

"Dojo"
Dieser Ausdruck ist buddhistischer Herkunft und deutet auf einen Ort, an dem Buddhisten ausgebildet wurden. Früher war es üblich, die Fechthalle mit einem Hausaltar zu versehen; denn der Platz, an dem der Weg des Schwertes gelehrt wurde, galt als heilig. Heute findet man meist nur noch in Privathallen Hausaltare aufgestellt; dennoch sollte das Dojo als Austragungsort harten Kendo-Trainings respektiert werden. (...)

Das ist aus einem Kendo-Lehrbuch...Nur zur Information ;-)

Gruß, Chrissi

Mittwoch, 9. Mai 2007

Zahlen

1 1
(ichi)
5 6
(roku)
2 2
(ni)
7 7
(nana / shichi)
3 3
(san)
8 8
(hachi)
4 4
(yon / shi)
9 9
(kyu / ku)
5 5
(go)
0 0
(zero / rei)

Dienstag, 8. Mai 2007

Aikido-Etikette

Hallo zussammen,

beim sonntäglichen Nachtrainings-Beisammensitzen wurde angeregt, dass Henryk uns mal eine kleine Einführung in die Dojo-Etikette geben könnte. Das soll konkret so viel heißen wie: welche "Rituale" hat man wann wie auszuführen um sich nicht unbeliebt zu machen, und was hat es eigentlich damit auf sich?

Auch wenn einige Stimmen behaupten die Anwendung dieser Rituale sei für den Uni-Sport nicht angemessen, so kann es doch (spätestens für den ersten Besuch im Dojo) nicht schaden mal was darüber gehört zu haben... und vielleicht - sofern nur genügend Zuspruch vorhanden ist - lassen sich ja auch besagte Stimmen umstimmen.

Gruß & gute Nacht,

Anselm

P.S. Wie ist die URL des Ladens bei dem die Gis bestellt werden?

Montag, 7. Mai 2007

Sonntagstraining mit 17 Personen

Liebe Leute,

also heute mit 17 Personen auf der Matte, die von ihrer Größe vielleicht für 10 ausgelegt war: das war schon etwas zu eng, oder?
Wenn es in diesem Semester bei diesen Zahlen bleibt, dann werden wir demnächst auch noch die roten Matten verwenden müssen, damit es wieder genug Platz für alle gibt.

Ich habe noch so meine Probleme mit der zeitlichen Verkürzung unseres Kurses, denn bis zum vergangenen Semester hatten wir ja volle zwei Stunden zum Trainieren. Nun verbringen wir viel Zeit beim Rollen und kommen nicht wirklich zu vielen Techniken.
Christina hat heute beim Kaffee nach dem Training vorgeschlagen, dass wir immer mal wieder abwechselnd mehr rollen und dann wieder mehr Techniken machen sollen, was ich für einen sehr guten Vorschlag halte.
Die Zeiten der dauernden persönlichen Zuwendung scheinen ja nun bis auf weiteres vorbei zu sein. Auf jeden Fall ist es ein anderes Gefühl, als mit maximal 12 Personen auf der Matte.
Leider ist die Zeit, die ich jetzt bei jedem verweilen kann nicht mehr so lang, wie ich das gerne habe, denn normalerweise war es ja so, dass ich mit meiner Aufmerksamkeit tatsächlich die ganze Zeit bei euch sein konnte und nicht nur einige Sekunden. Aber vielleicht renkt sich das mit der Zeit auch wieder ein und ich höre einfach auf so sehr zu rotieren, und widme mich statt dessen - wie früher - den wirklichen Notwendigkeiten des Einzelnen; ich arbeite daran!

Das Training heute war sehr dynamisch, ich habe es sehr genossen. Auch die "Frischlinge" kamen mit den Techniken ganz gut zurecht, und ich konnte beobachten, dass so langsam das Prinzip des weichen, gemeinsamen Bewegens immer natürlicher aus den Bewegungen zu lesen war.
Um dieses Gefühl noch zu verstärken, werden wir in der kommenden Woche verstärkt am Kontakt arbeiten, aber auch an der stabilen Haltung. Dazu werden wir natürlich, wie sollte es auch anders sein, einige Kontaktübungen machen (ich weiß, die sind immer so anstrengend!). Aber je besser unsere Haltung wird, desto besser können wir den Kontakt halten, und umso mehr Energie können wir unserem Partner geben, damit er/sie eine harmonische Technik ausführen kann (Stichwort: atari und musubi).
Jetzt, da die Frischlinge bereits eine grobe Vorstellung von den natürlichen Bewegungen ohne größere Vorgaben haben und der Sicherheitsmechanismus des Rollens nicht mehr ganz so traumatisch ist, werden wir uns auch den Schrittfolgen, Grundstellungen, Fußpositionen, dem tiefen Stand und einer ausgeglichenen Fortbewegung widmen können (Stichworte: kamae, hanmi, Tai sabaki, Ashi sabaki, Ma-ai, Zanshin etc).
Wir haben viel vor!

Um mit Grönemeyer zu enden:

Es bleibt Zeit, soviel Zeit und keine Sorge: es "bleibt alles anders",

euch eine schöne und aikidoerfüllte Woche

Henryk

Sonntag, 6. Mai 2007

Sonntagstraining - 06.05.2007

Liebe Freunde,

wenn ich morgen beim Meditieren einschlafe, dann könnt ihr mich ruhig schelten!
Aber es wird ja wohl noch erlaubt sein mal auf eine Party zu gehen, oder!?
Das Wetter war so schön und die Versuchung groß in den letzten Tagen meine Obliegenheiten etwas zurückzustellen.

Nun also diese Zeilen direkt von der Party, der „Compuster“ meines Gastgebers musste herhalten, und einige Gäste sitzen belustigt um mich und wollen wissen, was ich denn da noch so dringendes und zu tanzender Zeit noch publizieren muss. ;oj

Glücklicherweise habe ich immer ein kleines Büchlein mit Zitaten O Senseis bei mir, so dass daraus die auf morgen einstimmenden Texte stammen:

„A good stance and posture reflect a proper state of mind!”

“Move like a beam of light: Fly like lightning, strike like thunder, whirl in circles around a stable center.”

“The way of the worrior is based on humanity, love and sincerity; the heart of martial valour is true bravery, wisdom, love and friendship. Emphasis on the physical aspects of worriorship is futile, for the power of the body is always limited.”


Aus: Ueshiba, Morihei: The Art of Peace

Ich möchte morgen versuchen euch zu vermitteln, dass keine Technik den natürlichen Instinkt ersetzen kann. Der natürliche Instinkt ruht tief in uns, vergraben in den Schatten von Ethik, Moral und Gesetzen, die uns unser System aufzwingt. Der Weg nimmt uns an der Hand und führt uns aus dem Schatten in das Licht von Vorbehaltlosigkeit, Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. In diesem Licht ist kein Platz für Falschheit, Groll und Vorbehalt. Aus ihm entsteht mit überwältigender Natürlichkeit die harmonische Bewegung, welche auf die Aggression unseres Gegenübers, ohne Angst und Hast, aus der Kraft des Zentrums entgegenfließt.

Es braucht keine Kraft und Gewalt um mit meinem Gegenüber in einem lautlosen Gleichklang zu schwingen; es braucht nur meiner wahrhaften Intention und meiner tiefsten Aufrichtigkeit.

Um Aufrichtig sein zu können, muss ich erst lernen recht zu stehen, nämlich aufgerichtet, und zwar in jedem Augenblick. Ich muss stabil stehen, denn nur aus der Sicherheit meiner Wahrhaftigkeit kann ich meinem Partner offenen Blicks und festen Standes begegnen. Jeder meiner Schritte möchte also erwogen und studiert werden. Jede Veränderung meiner Stellung, jede Neuorientierung meiner Hüfte wirkt auf meinen Partner.
So soll der morgige Tag vom (auf)rechten Stehen und Gehen handeln.

Für die ganz strebsamen zum nachschlagen: Was für Konzepte sind Tai sabaki und Ashi sabaki ?


9.15 Za Zen (Sitzmeditation)


9:45 Mattenaufbau


10:00 Aikido


11:45 Kaffee



Also auf einen aufrichtigen Tag morgen,

ich erwarte euch,

liebe Grüße

Henryk

Donnerstag, 3. Mai 2007

Filmchen

Wenns youtube nicht gäb.... Passend zum Kaffeetrink-Gespräch letzten Sonntag:
auf http://www.youtube.com/watch?v=ZNKXg2fgmfI den Herrn Seagal beim Training bewundern, außerdem http://www.youtube.com/watch?v=iehh1a40IZI - Originalaufnahmen von O-Sensei, wirklich schön.
Liebe Grüße, Anna

Dienstag, 1. Mai 2007

Fiat lux...der erste Post (Editorial)

Schon Meister Ueshiba sagte: „Emphasis on the physical aspects of warriorship is futile, for the power of the body is always limited.” Das Studium der theoretischen- und historischen Aspekte des Weges eröffnet einem das Tor zum Zen. Und die Praxis des Zen, Za-Zen, seinerseits ganz neue Perspektiven auf das Aikido.

Für wen ist dieser Blog intendiert? – Engen wir den Benutzerkreis von Anfang an durch positive Ausgrenzung ein: Es wird nicht wenige geben die denken „wann hält der endlich mal seine Klappe“, aber sehr wenige gibt es, die dies aufrichtig mitteilen. Auf ein „halt deine Klappe“ folgt dann logischerweise ein „mach’ dich vom Acker oder stopf dir Watte in die Ohren; musst es ja nicht hören, ergo lesen“.
Glücklicherweise ist das Medium Internet ein selektives, so dass jeder entscheiden kann ob und was er nutzt, oder was er mit seinem Raum macht.
Ich habe mich entschieden an dieser Stelle meine Gedanken zu kommunizieren, die mich während meiner Aikido-Praxis begleiten. Eigentlich begleiten sie meine Musestunden, denn während des Trainings mache ich mich so weit wie möglich von allen Gedanken frei, um so vorbehaltlos wie möglich den Weg zu erfahren.

Ich persönlich halte von falscher Bescheidenheit gar nichts und mir sind in meinem Leben schon weiß Buddha wie viele Menschen unter gekommen, die mit künstlichem Gehabe und gekünsteltem Benehmen versuchten ein unechtes Bild von sich zu vermitteln. Natürlich hat so etwas mit dem Ego zu tun, und ist grundsätzlich völlig normal. Denn, ob nun anerzogen oder irgendwo aufgeschnappt, bauen wir Menschen diese Wände und diese Masken nun einmal auf, das ist einfach so! - Ich für meinen Teil versuche so gut es eben geht ohne sie auszukommen. Mein Motto lautet: „what you see is what you get“: Ob es nun um Morgenmuffeligkeit geht oder um exzessive Introversion oder hysterische Extroversion, meine Haltung gegenüber all diesen Extremen ist immer die gleiche: ich verstelle mich für niemanden und hoffe, dass sich niemand für mich verstellt. - Die Kreise zweier Leben kreuzen sich unter Umständen an einer gewissen Schnittstelle und an diesem Punkt kommt man anderen Menschen näher oder auch nicht, das ist egal! - In der normalen Kondition des Lebens gibt es gemäß der Lehre des Zen keine Unterschiede. Normal ist für mich das Natürliche, ohne jede Verstellung und ohne dargestellte Illusionen: Die Menschen sind wie sie sind; ich gebe mich da keinen Wunschträumen hin.

Ich nehme den Weg des Aiki als universelle Form der Kommunikation wahr, als kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Aikidoka oder zwischen den Menschen allgemein. - Seine theoretischen Grundlagen und seine Historie finde ich dabei genauso wichtig oder unwichtig, wie seine Praxis. Spätestens wenn auf der Matte das Budo dann nicht richtig funktioniert, oder wenn bestimmte Konzepte zwischen den Partnern offensichtlich nicht klar sind, kommt es unweigerlich zu Ungleichgewichten. Das können Missverständnisse, Widerworte, Schmerzen, aber auch handfeste Kämpfe sein.
Mein Ego habe ich nicht aufgegeben, zumindest noch nicht, denn dazu sitze ich noch nicht lange genug auf meinem Stein...(vielleicht sollte ich mal versuchen es nicht mehr aufgeben zu wollen!) Ich versuche lediglich es vor dem Training draußen am Eingang abzugeben, um möglichst unvoreingenommen auf die Matten zu kommen. Dabei mache ich keine Unterschiede, nehme alle Partner auf die gleiche Weise war, nehme mich selbst da auch nicht aus, "pares inter pares".
Also sei gesagt: Es geht hier in diesem Blog nicht um Urteile oder vermeintlich universelle Wahrheiten, sondern um Wahrnehmungen. Sie können einen täuschen, denn wir sind nicht geschult, um die transparente Reinheit der universellen Verbundenheit der Dinge zu begreifen, obwohl wir selbst Teil von ihr sind. Wir ahnen zwar, dass da etwas ist, aber wir unternehmen große Anstrengungen um uns auf tausend Arten von diesem Enigma abzulenken, statt ihm von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.
Ich möchte versuchen ein Gleichgewicht zu schaffen, zwischen den Worten und den Taten des Weges. Es ist mein Wunsch, dass die Rationalität und Beredsamkeit der westlichen Welt Hand in Hand mit der stillen Weisheit des Ostens zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst, und sich in den neuen Formen des Weges ausdrückt. O Sensei Morihei Ueshiba sagte: „The techniques of the Way of Peace change constantly; every encounter is unique, and the appropriate response should emerge naturally. Today's techniques will be different tomorrow. Do not get caught up with the form and appearance of a challenge. The Art of Peace has no form - it is the study of the spirit.”
Obgleich das Schweigen des Geistes, also die friedliche Ruhe des Universums unverkennbar als Ideal des Budo steht und sehr erstrebenswert erscheint, so drückt sich der menschliche Geist gegenüber anderen Menschen bis jetzt noch durch Worte aus. Kunst und Musik bieten eine Art von Vorschau von der unbeschreiblichen Schönheit des reinen Dharma ohne Worte, ohne Ton. Es ist ohne Namen und ohne Substanz, daher benötigt es auch keine Worte mehr, um verstanden zu werden.
Aber diese utopische und ideelle Darstellung erfüllt sich nur für wenige von uns, so dass die breite Mehrheit weiterhin den Illusionen, Wünschen und Hoffnungen hinterher jagen wird.
Bis sich das auf universeller Ebene ändert, bleibt die Sprache das Mittel der Wahl für die Kommunikation zwischen den Menschen.

Der Tag wird kommen, da werde ich diesen Raum verlassen, denn an diesem Tag werde ich die Worte als Mittel der Vermittlung und des Verständnisses loslassen. Bis das eintritt, möchte ich es so halten wie so viele Andere, die sich dem Weg verschrieben haben: Ob nun Aikidolehrer oder Zen-Mönch, viele von ihnen haben ihr Leben lang der Vermittlung ihrer Erfahrungen gewidmet und nicht nur verbal gelehrt, sondern auch ihre Gedanken, Kommentare und Erfahrungen in schriftlicher Form tradiert. Es spricht also nichts dagegen, die eigenen Wahrnehmungen im Kreise der Interessierten zu entäußern. Wer es hören will... hört, hört!

Bleibt mir also nur zu raten, sich der Lektüre meiner Worte zu enthalten, wenn man den Weg geistig und ohne geschriebene und gesprochene Worte zu gehen wünscht.
Aber das sympathische an dieser Situation ist, - und ich kann mich eines Lächelns nicht erwehren - dass die größten Kritiker auch die fleißigsten Leser sind, dafür sprechen die Statistiken dieses Blogs.
Wer also meine Gedanken zu teilen wünscht, der sei mit offenem Herzen begrüßt, und wer dies nicht wünscht, der sei genauso herzlich verabschiedet: wir werden dich nicht vermissen, wünschen dir aber alles erdenklich Gute auf deinem Weg! ;o)

Allen Anderen: Willkommen im Bolg des TU AIKIDO Sonntagstrainings!

Henryk von Pradow

Berlin, den 1. Mai 2007

Große Ehre: Henryk als Uke bei Lehrgang mit Stephan Stenudd, 6. Dan Aikikai



Es wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben...
Was für ein denkwürdiges Erlebnis war doch für mich der Wochenendlehrgang mit Stephan Stenudd, 6. Dan Aikikai, im vergangenen April 2007.
Sensei Stephan Stenudd kommt jedes Jahr zu einem Lehrgang von Malmö in Schweden nach Berlin, und ich hatte bei dieser Gelegenheit die Ehre ihm zusammen mit einem anderen Aikidoka während des gesamten Lehrgangs Ukemi geben zu dürfen.
Das war nicht nur vom konditionellen Standpunkt eine große Herausforderung, sondern auch eine einmalige Gelegenheit um meine bescheidenen Aikidofähigkeiten auf eine harte Probe zu stellen.
Aber angesichts von Sensei Stenudds wohlwollenden- und anerkennenden Worten nach dem Lehrgang, bin ich nun sehr glücklich und motiviert, um den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Der vollendete "Bewe-gungslegastheniker" war ich dann ja wohl doch nicht! ^-^ ;o))

Stephan Stenudd und seine erwählten "Dauerukes" bei seinem Lehrgang in Berlin, April 2007

Samstag, 28. April 2007

Sonntagstraining - 29.04.2007

Liebe alte- und neue Freunde des Sonntagstrainings,

für die einen ganz neu, für die anderen ein alter Hut: die Techniken „Ikkyo“ und „Shiho nage“ aus dem Angriff „Ai hanmi katate dori“ wurden denen, die den Mitwochskurs besuchen von Horst als erste Übungen näher gebracht.

Wie in der Vorwoche wollen wir nun versuchen ein wenig hinter die Fassade dieser Techniken zu schauen, um zu verstehen welche Kräfte, aber auch welche Prinzipien der Körperdynamik sowie welche geistig-philosophischen Prinzipien besagte Techniken begründen.

Stellen wir uns eingangs einfach einige grundlegende Fragen:
Was sind Ikkyo und Shiho nage? Welcher Kategorie von Techniken gehören sie an? Was bedeuten die Worte Ikkyo und Shiho nage? Was ist ihre Bedeutung auf Japanisch, was auf Deutsch? Was kann ich aus der Ausführung dieser Techniken für mich, mein Aikido, mein Leben und Handeln sowie für mein Verhalten anderen gegenüber lernen?

Za-Zen (Sitzmeditation) 9.15


Matten 9:45


Aikido 10:00


Kaffee 11:45

Den Anfängern mögen die Antworten auf diese Fragen noch wie böhmische Dörfer vorkommen, aber am Beispiel der Fortgeschrittenen kann man erkennen, dass ausgeglichene Antworten auf Fragen ausgeglichenes Wissen erzeugen, und somit die beste Grundlage für das Erlernen des Aikido sind. Im Grunde dient dieses Frage- und Antwort-Spiel sowie die Übungen des Aikido dem Ausgleichen des harmonischen Weges, der an irgendeinem Punkt unseres Lebens aus den Gleichgewicht gekommen ist.

Hier nun einige Hinweise und Postulate, die zu berücksichtigen ich den Anfängern, aber auch den Fortgeschrittenen, ans Herz lege:

.

Während deiner Bewegung fokussiere klar deinen Partner in seiner Gesamtheit. Besonders wenn du deinen Partner bewegst, achte genau auf dein Umfeld, um Verletzungen zu vermeiden.

Überprüfe alle grundlegenden Elemente und Formen deiner Haltung, Atmung, Ki-Projektion, die innere Einstellung oder Intention - aber auch die Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit deines Angriffs und deiner Verteidigung.

Unterbreche nie den natürlichen Rhythmus deiner Atmung, besonders beim Rollen und Fallen sollte deine Atmung harmonisch mit der Bewegung verbunden sein.

Sei immer aufmerksam gegenüber deinem Partner aber auch gegenüber dir selbst. Vermeide negative Gedanken während des Trainings.

Widersprich nicht den Lehren und Anweisungen deines Lehrers. Er ist denselben Weg wie auch du gegangen und seine Worte und Erklärungen haben einen triftigen Grund.

Bedenke immer: Aikido üben heißt den Körper mit dem Geist in Einklang zu bringen. Der Körper ist das Ausdrucksmittel des Geistes und spiegelt seinen Zustand wider.

Aikido-Techniken sind kein Selbstzweck und nicht dazu bestimmt andere Menschen zu verletzen.

Die Verwendung von Aikido-Techniken außerhalb der Matten ist nicht im Sinne des Begründers O Sensei Morihei Ueshiba und widerspricht dem Sinn und Zweck der Lehre.

Aikido ist keine Technik zur Selbstverteidigung und auch kein Kampfsport. Es stellt die abstrakte Synthese von Elementen verschiedener traditioneller japanischer Kampfkünste in Verbindung mit Elementen des Zen-Buddhismus dar, dessen erklärtes Ziel die Harmonie zwischen allen Lebensformen darstellt. In meinem augenblicklichen Entwicklungsstadium nenne ich die Symbiose von beiden Elementen und somit meine Lehre
ZENKIDO.

Aiki ist der Weg (Do) körperlich gewordener und ausgewogener Kraft oder Energie, die mit allen universellen Kräften der Natur im Einklang steht. Der Mensch findet durch den Weg der harmonischen Energien zurück zum Ursprung seines eigenen Seins und zum Gleichklang mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen.

Zen ist eine Form von selbstbeobachtender Versenkung, die zur Veränderung der eigenen Wahrnehmung führt, wodurch die Elemente von Zeit, Raum und Ich aufgehoben werden. Diese Entrückung mundet in tiefem „nicht-ich-sein“ und trägt zu befreitem Verhalten während der Aikido-Übungen bei.



Auf einen besonders entspannten Sonntag, ich freue mich sehr auf euch,

liebe Grüße

Henryk

P.S.: Wer noch etwas über ein interessantes Aikido-Thema lesen möchte, dem empfehle ich folgenden Artikel von Stanley Pranin aus dem Aikido-Journal:


Aiki News #91 (Spring 1992)
Shomenuchi ikkyo is probably the most frequently practiced of all aikido techniques. Many instructors regard this technique as the pillar of aikido basics and often begin their practice sessions with shomenuchi ikkyo omote. Moreover, the founder is said to have taught it extensively both before and after the war.
How is this technique typically practiced today in aikido dojos? Uke initiates the attack with a shomenuchi strike at tori. Tori receives the strike, pushes the attacking arm back or to the side while stepping forward with his rear foot to unbalance the attacker, and finally applies ikkyo. This is, of course, a very simplified description of what is actually a complex physical process, but any aikidoka will recognize the pattern of movements to which I refer.
I have, over the years, practiced this technique as described above in classes taught by numerous teachers. I have always found shomenuchi ikkyo omote difficult to execute smoothly since the timing in meeting the shomenuchi attack is critical. If one is even a split second behind in responding to the attacking blow, the technique can become a clash of opposing forces which ends up in a battle to determine who has more stable hips or greater arm and shoulder strength. Contrast this with other basic aikido techniques such as yokomenuchi shihonage, munetsuki kotegaeshi, and numerous others, where the object is to remove oneself from the line of attack, blend with the incoming power, and then apply an appropriate technique followed by a pin. Here strength is not the major consideration since the technique involves no direct confrontation. Such techniques are clearly “aiki-like” in their physical manifestation.
For the longest time I attributed my difficulty in executing shomenuchi ikkyo to my inability to grasp the fundamental concept or to generally poor technique. Then in 1973, 11 years after beginning aikido, I was exposed to a different method of practice. I spent one month in Shingu in Wakayama Prefecture training under Michio Hikitsuchi Sensei. Hikitsuchi Sensei’s approach involved tori actually initiating the technique by executing an atemi to uke’s head. Uke, although the one being thrown, was forced to protect his head by blocking the atemi, and then, since he was unbalanced, he was easily thrown. Practicing in this manner was new to me and I didn’t enjoy it. The training pace was very quick and, in the role of uke, as soon as I got up after being thrown, my partner’s hand was again in my face. I thought to myself, “How can this be aikido if I, the attacker, am being attacked?”
A few years later, in 1977, I moved permanently to Japan and trained at the Iwama Dojo under Morihiro Saito Sensei. There shomenuchi ikkyo was practiced in a similar way. Tori initiated the technique with an atemi, uke blocked and was subsequently thrown and pinned. Saito Sensei declared that this was how the technique was taught by the founder Morihei Ueshiba in the years following World War II. I finally became accustomed to practicing shomenuchi ikkyo in this way and experienced no further difficulty in executing the technique.
Later in 1981 while interviewing one of the pre-war uchideshi of Morihei Ueshiba Sensei, I saw for the first time the technical manual Budo to which we have often alluded in the pages of Aiki News. The founder describes the correct execution of shomenuchi ikkyo in the following words: “1) Advance your right leg and strike at your partner’s face with your right hand. Your partner blocks with his right hand. 2) Grasp your partner’s right wrist with your right hand and his elbow firmly with your left hand. 3) Twisting your hips, bring your partner’s arm down spirally in front of you, then step in deeply with your left leg. 4) Draw your right leg forward. 5) Press your left knee into your partner’s right armpit and, with your right hand grasping his wrist, stretch out his arm and pin” (AN#48, pp. 8-9).
It is quite clear how the founder performed this important basic technique in 1938 when Budo was published. Some might say that the techniques published in this manual represent prewar aiki budo and that the founder’s techniques changed after the war. They would be correct, but only to a certain extent. There is clear evidence that O-Sensei taught many basic aikido techniques in a way very similar to his pre-war style even after the war during the Iwama period and at least up to the mid-1950s. In the films of the founder during his final years, he executes shomenuchi ikkyo omote without moving his feet very much, but he never waits for the attacker to launch a powerful overhead strike. He is always ahead of the attack and never clashes with uke. I attribute the lack of clear footwork and taisabaki seen during this late stage of his life to be due to his advanced age and inability to move as freely as he once did.
I personally consider the founder’s explanations of basic techniques contained in the pages of Budo and as taught during the Iwama years to be the “grammar” of aikido. Aikido may seldom be taught in this way anymore but our historical understanding of the art has advanced to the point where Morihei Ueshiba’s technical and pedagogical methodology has been well documented. That these methods are still considered important is evident in Aikido Doshu Kisshomaru Ueshiba’s recent authorization of the publication of an English translation of Budo through the prestigious Kodansha publishing house. Moreover, it can be hoped that a Japanese-language reedition of the book will soon be forthcoming.
Aikido, because of its unique characteristic as an ethical martial art, seems destined to attract an increasingly large following throughout the world. As such, its technical content will come under close scrutiny and the art will, for better or worse, be compared with other martial arts. If dance-like techniques practiced in a haphazard manner which ignore the fundamental martial tenets of Morihei Ueshiba’s aikido are used as the basis for such comparisons, I fear aikido will be found seriously wanting in a technical sense. Advanced practitioners of aikido, and particularly those operating dojos, owe it to themselves and the art to reevaluate the content of their training on an ongoing basis. Are attacks during practice sincere and energetic? Is the attacker’s balance broken before applying pressure or executing a throw? Is the throw executed cleanly and followed with an effective pinning movement which precludes any escape? These are things which must always be kept in mind. And finally, although we can no longer learn directly from the founder, his legacy remains for all who wish to take the trouble to explore the genius of his theories and techniques.

Samstag, 21. April 2007

Sonntagstraining - 22.04.2007

ACHTUNG: Bitte beachtet die neue Anfangszeit und Dauer unseres Kurses!!!

Liebe Freunde des Sonntagstrainings,

demnächst möchte ich die Inhalte der Internetseite unseres Sonntagstrainings bereitstellen. Dazu studiere ich gerade die einschlägige Literatur und mache mir Gedanken über diejenigen Eigenheiten und Inhalte unseres Kurses, die würdig sind, dass man über sie nachdenkt und debattiert.
Es wuseln einige Konzepte in meinem Kopf herum, und ich möchte sie euch mitteilen, damit ihr Gelegenheit bekommt euch zu ihnen zu äußern. - Da ist zum einen die Frage, ob Aikido tatsächlich eine Kampfkunst oder doch ein Kampfsport ist. Vielleicht ist es aber auch keines von beidem, sondern eine überaus komplexe Abstraktion von ehemaligen Kampfkünsten, und beinhaltet hauptsächlich Verhaltensprinzipien für den Umgang mit anderen Menschen!?

Sind die Angriffe im Aikido als solche tatsächlich aggressive Angriffsformen, ausgeführt mit dem Ziel den Partner zu verletzen, oder sind sie nur die äußere Form eines energetischen Austauschs zwischen den Partnern, die versuchen die gegenseitigen Energien und somit das eigene aber auch das fremde Verhalten zu ergründen?

Ist eine strikte, hierarchische Form für ein harmonisches und diszipliniertes Training nötig, oder entspricht diese rigide Form eher der fernöstlichen Tradition, wie auch die Verwendung einer bestimmten Kleidung sowie einer einheitlichen Etikette? Ist sie in unserem europäischen Kontext vielleicht fehl am Platze, zumal reine äußere Form und Teil eines anderen Kulturkreises?

etc.

Vielleicht habt ihr ja noch Anregungen oder Themen aus dem Aikido, die euch schon lange auf der Seele brennen. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn ihr einen Beitrag leisten wollt.

Lasst uns morgen miteinander trainieren und nebenbei auch debattieren:


9:50 Mattenaufbau (Bitte pünktlich!)


10:00 – 11:30 Aikido

Na, wer freut sich wohl auf morgen?

Schlaft gut, bis morgen,

Henryk